Strafverteidigung - Prof. Dr. Christian Laue

Prof. Dr. Christian Laue

Strafverteidigung

Jedes Jahr werden in Deutschland — ohne Verkehrsstrafsachen! - ca. 2,4 Millionen Personen von Polizei und Staatsanwaltschaft einer Straftat verdächtigt. Verurteilt werden davon jedes Jahr gut 600.000 Personen, davon 100.000 zu einer Freiheitsstrafe, die wiederum zu mehr als drei Vierteln zur Bewährung ausgesetzt wird.

Die Zahlen zeigen, dass drei Viertel der Beschuldigten gute Chancen haben, das Verfahren durch eine Einstellung oder spätestens durch einen Freispruch zu ihren Gunsten abzuwenden. Die Zahlen zeigen auch, dass Strafverfolgungsbehörden oftmals von einem Tatverdacht ausgehen, wenn dazu kein wirklicher Grund besteht.

Jeder kann jederzeit Beschuldigter eines Strafverfahrens werden!

Je früher Sie sich an einen kompetenten und engagierten Strafverteidiger wenden, desto größer sind die Chancen, das Verfahren frühzeitig und ohne größere Schäden abzuwenden.

Hierbei gilt es einige Regeln zu beachten:

  1. Werden Sie mit einer Vernehmung als Beschuldigter, mit einer Durchsuchung oder gar Untersuchungshaft konfrontiert oder wurde sogar bereits ein Strafbefehl gegen Sie erlassen, wenden Sie sich umgehend an einen kompetenten Strafverteidiger.
  2. Machen Sie von Ihrem Schweigerecht Gebrauch, bevor Sie mit Ihrem Strafverteidiger Ihres Vertrauens gesprochen haben. Dies darf nicht zu Ihren Ungunsten verwendet werden.
  3. Führen Sie keinerlei Gespräche mit der Polizei oder anderen Ermittlungsbehörden. Einer polizeilichen Vernehmungsvorladung müssen Sie keine Folge leisten, einer staatsanwaltlichen oder gerichtlichen Vorladung dagegen schon. Wenden Sie sich in allen Fällen vorher an Ihren Strafverteidiger. Unbedarft dahingesagte Worte können die Strafverteidigung erheblich erschweren und Ihre Chancen, heil aus dem Verfahren herauszukommen, deutlich senken.
  4. Lassen Sie niemanden in Ihre Wohnung oder Ihre Geschäftsräume, solange keine gültige Durchsuchungsanordnung vorliegt. Liegt eine Durchsuchungsanordnung vor, bitten Sie die Beamten, die Durchsuchung zu unterbrechen, bis Sie Ihren Strafverteidiger kontaktiert haben.
  5. Wenn ein Strafbefehl gegen Sie erlassen wurde, wenden Sie sich umgehend an Ihren Strafverteidiger. Insbesondere im Verkehrsstrafrecht sind die Folgen für die Fahrerlaubnis für den Laien oftmals unübersehbar. Es drohen häufig schwer wiegende Konsequenzen von der Fahrerlaubnisbehörde (medizinisch-psychologische Untersuchung! - MPU), auch wenn der Strafbefehl an sich durchaus akzeptabel erscheint. Besprechen Sie in jedem Fall das weitere Vorgehen mit Ihrem Strafverteidiger.

Wie die oben zitierte Statistik zeigt, gelingt es einem großen Teil der Beschuldigten, ein Strafverfahren ohne größeren Schaden abzuwenden.

Notwendig ist dazu aber stets eine umfassende Rechtsberatung durch einen kompetenten Strafverteidiger.